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Zu dünn, zu Gesellschaftsunfähig

Es ist kurz vor 02:00 Uhr. Ich ekel mich mal wieder vor mir selbst, habe ein widerwärtiges Gefühl von Hunger in meinem Magen. Ich hab' mir jetzt eine Pizza in den Ofen geschoben. Es war kein schöner Tag heute. Gestern war auch zum kotzen. Ich weiß ich werde die Pizza nicht schaffen. Ich fühle mich als ob ich kurz vorm verhungern wäre, werde dann wahrscheinlich knapp die halbe Pizza essen und kann dann nicht mehr. Wenn ich überhaupt so viel schaff. Ich fühle mich Tag für Tag dünner. Und täglich muss ich mich mehr über die ganzen Opfer aufregen. Nur wegen solchen übertriebenen Ana Mädchen, denkt die Öffentlichkeit, dass alle Dünnen gleich Krank, Magersüchtig, Essgestört sind. Ich habe zur Zeit probleme, darauf schließe ich zurück, dass ich nichts essen kann. Zuviel bereitet mir Sorgen und Kummer. Ich bin nicht wie andere, ich werf' nicht alle in einen Topf. Es ist nichts schlimmes dabei, wenn man schlank sein will und deshalb abnimmt, egal wie. Es ist mir egal. Aber, ich kann es einfach nicht verstehen, dass manche so lächerlich an die Sache rangehn. Es zu einem Trend machen, wie diesen Emo Dreck. Die wollen doch nur, dass irgendjemand kommt und ihnen sagt wie eklig und abartig Dünne sind, und die meisten Kerle doch auf Mädchen stehen, wo noch was zum anfassen da ist.

Die Welten von diesen schlichten Mädchen sind dann wieder gerettet und heil. Und was ist mit mir, oder anderen die chronisch dünn von Natur aus sind? Wir sind dann wieder die Magermodels, die Kranken, die Magersüchtigen, die, die nicht erkannt haben, dass es doch nichts bringt dünn zu sein, und dass es doch viel schöner aussieht, wenn 'bisschen mehr' dran ist. Wir sind der übrig gebliebene Rest, den es jetzt gilt fertig zu machen.

14.7.08 02:05
 


bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Alex / Website (14.7.08 02:22)
Die Gesellschaft interessiert sich nun mal nicht für die Belange des Einzelnen. Hauptsache es entstehen Stereotypen und mit ihnen die Vorurteile. Als dicker Mensch, der abnehmen will aber nun mal quasi das Gegenteil von dir ist, also chronisch dick, hat man genau die gleichen Probleme und wird immer zu den "Fetten, die nur fressen und sich nie bewegen" gezählt. C'est la vie. Leb mit oder lass dich von fertig machen.


Alex / Website (14.7.08 02:41)
Ja natürlich, sollte man vielleicht auch um nicht fertig gemacht zu werden.


Kontaktgift / Website (14.7.08 04:32)
Ist doch kackegal! Solange du dich - auf Gefühlsebene - davon beeinflussen lässt, was "die Leute" über dich denken, wird es dir schlecht gehen. Ich bin eine von denen, die reinschaufeln, bis sie nicht mehr klarkommen, aber verbrennen wie ein Scheiterhaufen und immer schlank bleiben (da würde es dann irgendwas mit "nachher kotzen" heißen, wenn ich die Leute zu Wort kommen lassen WÜRDE) ... Wahnsinn übrigens, ist dir auch schon aufgefallen, dass die Blog-Liste von myblog.de voll mit Pro-Ana-Weblogs ist?
Ach, und: ich habe auch einen Kaffeefleck auf meinem Banner. (Evtl. sogar zwei.)


Ava / Website (14.7.08 09:23)
...ich denke auch diese kranke Trend vergeht wieder, schade nur, dass Leute wie du gleich aus abgestempelt werden und auch traurig für die Menschen, die schon jahrelang aus anderen Gründen an Magersucht und anderen ES leiden... du solltest aber wirklich nicht auf andere hören, schon gar nicht wenn es eher der Neid ist, der aus ihnen spricht und nicht die Sorgen um dich und deine Gesundheit...lg


mey / Website (14.7.08 11:37)
Menschen scheinen einfach nicht glücklich zu sein, wenn sie einen nicht in irgendeine Schublade stecken können. Bei anderen ist mir das relativ egal, sollen sie denken was sie wollen. Was böse ist, ist wenn sogar deine engsten Freunde plötzlich eine Schublade für dich erfunden haben. Alle die dünn sind sind Anas und alle Dicken fresssüchtig - wie ich das hasse. Und wo bleibt da der Mensch hinter der Oberfläche, die Geschichte des Einzelnen, die ihn dazu gebracht hat so zu sein... mal abgesehen von denen, die gerne trendbewusst sind und einfach alles ohne Sinn, Verstand und Grund nachmachen und selbst nicht recht wissen, was sie da tun...
Wir sind alle so individuell und verständnissvoll, das wir schon lange das Verständnis für das Individuum verloren haben.
Liebe Grüße.
Mey


Luna. / Website (15.7.08 10:50)
Heutzutage ist es scheißegal, ob man "zu dick" oder "zu dünn" ist. Meistens werden beide Seiten fertig gemacht..
Nur was genau das "Normale" dazwischen ist, das wird zu selten definiert. Aber ich versteh diesen ganzen Scheiß sowieso nicht. Ich habe einen Schutzwall dagegen errichtet und mich beleidigt auch kaum noch jemand aufgrund meines Gewichtes - ich glaube, die meisten merken instinktiv, dass ich immun dagegen bin.
Übrigens hab ich das auch oft, dass ich Hunger habe, zwei Happen esse und dann satt bin. Und der rest bleibt einfach liegen.
Liebe grüße,
Luna.


Kelly / Website (15.7.08 18:41)
Du kennst aber nicht jede Geschichte?? oder? Schieb mich nicht in eine Kasten ab, obwohl du mich nicht kennst, du möchtest doch auch nicht als magersüchtige abgestempelt werden obwohl du es ja anscheinend nicht bist, du hast wahrscheinlich nur einen Eintrag von mir gelesen ! Leider hast du einen solchen Blog erwischt, der sich vom geschichtlichen her aber etwas von den ana wannabes abhebt als andere ...ich habe auf deinen Kommentar was zurückgeschrieben , vllt verstehst du mich dann besser . lg

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